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Die Verarbeitung von Leinölfirnis

Die Behandlung von Holzoberflächen mit Leinölfirnis hat eine lange Tradition. Das Verfahren ist einfach, kostengünstig und man erhält eine robuste Oberfläche, die leicht aufgefrischt werden kann. Darüber hinaus ist Leinölfirnis zwar kein reines Naturprodukt, aber es enthält keine wirklich schädlichen Stoffe. auf den folgenden Seiten möchte ich zeigen, wie einfach die Anwendung ist und was man berücksichtigen sollte.

Diese Anleitung sollte jedoch nicht als wissenschaftliche Abhandlung gesehen werden. Ich möchte nicht die chemischen Abläufe bis ins Detail erklären, sondern lediglich meine Arbeitsweise darstellen, die ich mir über mehrere Jahre angeeignet habe.

Inhalt:

Seite 1:Theoretische Grundlagen

Leinöl und Leinölfirnis

Grundlage für die Herstellung von Leinölfirnis ist zunächst einmal einfaches Leinöl. Dies wird aus Leinsamen, dem Samenkorn der Flachs- Pflanze gewonnen. Leinöl ist zunächst einmal ein Lebensmittel wie Sonnenblumenöl.

Durch mehrmaliges Kochen und dem ausfiltrieren von Verunreinigungen entsteht gekochtes Leinöl, das dicker ist, als unbehandeltes Leinöl. Reines Leinöl, ungekocht braucht sehr lange zum Trocknen, Gekochtes Leinöl trocknet hingegen schneller, aber immer noch sehr langsam.

Durch das Zugeben von Trockenstoffen, sogenannten Sikkativen, erhält man Leinölfirnis, welcher wesentlich schneller trocknet. In früheren Zeiten gab man recht bedenkliche Stoffe bei, mittlerweile sind es in der Regel Kobalt-, Mangan- und Zirkoniumoctoaten, die in geringen Mengen zugegeben werden. Leinölfirnis trocknet in der Regel innerhalb von 24 Stunden bei 20° Celsius soweit, dass eine Weiterverarbeitung möglich ist.

Trocknung

Physikalisch gesehen ist der Begriff "Trocknung" bei Leinölfirnis falsch. Trocknung würde den Verlust eines Lösemittels durch Verdunstung bedeuten. Dies trifft allerdings bei Leinöl und Leinölfirnis nicht zu. Es handelt sich um eine Polymerisation, die durch den Sauerstoff in der Umgebungsluft vonstatten geht. Der Begriff "Aushärten" wäre also treffender. Dieser Vorgang findet von außen nach innen Statt, wodurch bereits nach kurzer Zeit der Eindruck einer trockenen Oberfläche entsteht, aber der Prozess der vollständigen Durchhärtung durchaus mehrere Wochen dauern kann.

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