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Badschrank als Einbauschrank

In eine Nische in unserem Bad soll ein Einbauschrank. Das nebenstehende Bild zeigt die Vorderansicht. Als Material kommen Fichte Leimholz für den Korpus, sowie Ahorn Massivholz für die obere Platte und die Türen zum Einsatz. Damit der Einbauschrank optisch zu der Deckenverkleidung passt, werden die Türfüllungen aus den gleichen Paneelen angefertigt.

Der Sockel des Schrankes wir mit den gleichen Fliesen belegt, wie sie am Boden sind. Nachdem der Sockel mit Silikon zum Boden und den gefliesten Wänden abgedichtet ist, wird das Putzen des Bodens wie gewohnt geschehen können. Ein Sockel aus Holz wäre hier nicht angebracht.

Inhalt:

Grundkonstruktion

Material

Meine Tischkreissäge ist eine Montagesäge. Entsprechend klein sind die Dimensionen der Maschine. Mit entsprechendem Zubehör, das sich sehr flexibel einsetzen lässt, können aber auch mit dieser kleinen Maschine große Platten geschnitten werden. Für den Zuschnitt der Sockelteile aus einem Reststück Tischlerplatte habe ich die Aufnahmeleisten der Tischverbreiterung an den Schiebetisch montiert und den Schiebetisch fixiert.

Die Schienen am Schiebetisch dienen nun als Auflage für die Platte, so dass diese sicher auf dem Maschinentisch aufliegt und bequem in Streifen schnitten werden kann.

Aus einem Reststück Tischlerplatte werden Streifen für den Sockel geschnitten. Aufgrund er benötigten Länge für die Streifen und der Abmessungen der Platte, läuft die Mittellage der Platte nicht längs zu den Streifen. Da der Sockel aber später nur an den Eckpunkten, also punktuell belastet wird, spielt es keine Rolle, in welcher Richtung die Mittellage der Tischlerplatte verläuft.

Der Zuschnitt der Korpusteile erfolgte ebenfalls auf der Tischkreissäge. Alle Teile wurden aus Leimholzplatten mit durchgehenden Lamellen zugeschnitten. Die Platten waren vor dem Zuschnitt 200cm lang und 60cm breit. Der Zuschnitt stellte auf der Tischkreissäge mit montierter Tischverbreiterung und Schiebeschlitten kein Problem dar.

Bei den Leimholzplatten handelt es sich um Fichte. Dies ist für einen kaum sichtbaren Korpus vollkommen ausreichend. Das Leimholz ist stabil, preisgünstig und gut zu bearbeiten.

Nach dem Zuschnitt werden alle Teile mit Körnung 120 geschliffen. Ich schleife Massivholzteile in der Regel vor dem Fräsen und weiteren Bearbeiten vor, um weniger Ungenauigkeiten zu erhalten. Beim Vorschliff, besonders bei solch weichen Hölzern nimmt man immer Material ab. Schleift man nach dem Fräsen von Nuten, Fälzen oder Profilen, kann das zu Ungenauigkeiten oder verschliffenen Profilen führen. Dies versuche ich durch diesen Arbeitsschritt nach dem Zuschnitt zu vermeiden.

Der Zusammenbau des Sockels ist sehr einfach. Die Teile werden mit Eckenspannern positioniert und unter Zugabe von ein wenig Leim vorgebohrt, gesenkt und verschraubt. Der Sockel ist später nicht mehr sichtbar. Er wird mit Fliesen belegt.

Bei der Montage des Schrankes wird der Sockel an allen Eckpunkten und in der Mitte mit Kunststoffplättchen unterlegt und ausgerichtet. Die Plättchen dienen nicht nur dem Ausrichten, sondern verhindern auch den direkten Bodenkontakt des Sockels mit den Bodenfliesen im Bad. Somit ist auch der Sockelbereich des Schrankes nach dem Einbau gut belüftet. Bei Badmöbeln, die einer zeitweisen, hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind, ist dies notwendig um Schäden durch mangelnde Belüftung zu verhindern.

Video: Zuschnitt der Plattenmaterialien

Die Teile des Badschrankes werden alle auf der Tischkreissäge aus verschiedenen Plattenmaterialien zugeschnitten. Da meine Werkstatt sehr klein ist, muss ich die Maschine zwischendurch immer wieder einmal umstellen und umrüsten.

Dieses Video in hoher Auflösung (41,2MB, Dateiformat *.mp4)
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